
Expertise bringt Renommee. Ein Mittel der Imagepflege besteht darin, Fachleute der eigenen Einrichtung als Interviewpartner, Studiogast oder Gastautorin in die Medien zu bringen.
Für diesen Service für Journalist:innen gibt es bewährte Mechanismen – im aktuellen PR-Journal stelle ich sie vor.
Hier eine Kurzfassung:
- Zuständigkeiten klären: Sprechen Sie ab, wer sich um die Expert:innenvermittlung kümmert. Klären Sie mit den Fachleuten im Haus, zu welchen Themenbereichen sie sprechfähig sind. Erfassen Sie die Daten dieser Fachleute systematisch und halten Sie sie aktuell
- Belegschaft briefen: Vereinbaren Sie als PR-Profi mit den hauseigenen Fachleuten, dass sie Sie über Medienkontaktaufnahmen informieren – notfalls nachträglich. Es ist praxisfremd zu glauben, dass Fachleute bei jedem Medienkontakt von der Pressestelle begleitet werden. Alle für die Medien infrage kommenden Fachleute sollten die Kernbotschaften des eigenen Hauses kennen.
- Expertise belegen: Was Ihren Experten zum Experten macht, verdeutlichen Sie z. B. durch aktuelle Auszeichnungen, Fachpublikationen, Medienauftritte und Gremienarbeit. Bei Fachjournalist:innen sticht das aktuelle Forschungspaper in „Science“ den 20 Jahre alten Doktortitel aus.
- Verständlich formulieren: Beschreiben Sie Fachgebiete so, dass auch fachfremde Redaktionen schnell erkennen, wofür jemand steht.
- Themen aktiv besetzen: Überlegen Sie frühzeitig, welche Ihrer Expert:innen zu aktuellen Debatten beitragen können, und bringen Sie sie aktiv ins Spiel. Denken Sie dabei Anlässe mit: konkrete Aufhänger wie eigene Publikationen, Jahrestage, anstehende politische Entscheidungen.
- Schnell reagieren: Dokumentieren Sie intern, wer wie erreichbar ist. Halten Sie unbedingt die Frist ein, die ein:e Journalist:in für die Beantwortung setzt.
- Verstärker nutzen: Die Expert:innenvermittlung sollte Teil Ihrer Gesamtstrategie sein. Machen Sie nicht nur Ihre News, sondern auch ihre Fachleute sichtbar auf Website, Social Media und Plattformen wie dem Informationsdienst Wissenschaft.
