Lunchtalk: Expert:innen aus der Wissenschaft finden

Beim gestrigen gemeinsamen Lunchtalk von Informationsdienst Wissenschaft (idw) und Science Media Center Germany (SMC) ging es um eine zentrale Frage journalistischer Arbeit: Wie finden wir schnell, verlässlich und thematisch passgenau wissenschaftliche Expert:innen? Ich durfte diese erste gemeinsame Online-Veranstaltung moderieren, eine dreistellige Zahl an Medienleuten hatte sich angemeldet.

Zentrale Erkenntnisse:

  • Prominenz ist nicht gleich Expertise: Medienpräsenz und Prominenz führen oft dazu, dass immer dieselben Stimmen als Interviewpartner oder Studiogast gehört werden – nicht zwingend die fachlich besten.
  • Gute Expertise erkennen: Entscheidend sind aktive Forschung, relevante Publikationen und Einbindung in den Fachdiskurs, nicht Bekanntheit.
  • SMC & idw als Recherchehilfe: Beide bieten strukturierte Zugänge zu geprüften Fachleuten und setzen auf wissenschaftliche Qualität. Ihre Angebote sind für Journalist:innen kostenlos (Akkreditierung notwendig).
  • KI als Unterstützung: KI kann Orientierung geben, ersetzt aber nicht die transparente Prüfung von Expertise.

Fazit: Qualitativ hochwertiger Journalismus braucht kuratierte Recherche-Tools und sorgfältige Expertiseprüfung, nicht nur schnelle KI-Prompts. Die Tools erleichtern die Arbeit, doch die Verantwortung für die Auswahl der Expert:innen bleibt bei den Journalist:innen.

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