400 Interessent:innen für KI-Einsatz

Eine Veranstaltung mit 400 Teilnehmer:innen komoderieren: Das mache ich nicht alle Tage – vor allem nicht, wenn alle 400 Kommunikationsprofis sind. So groß war das Interesse an unserem virtuellen Talk mit dem Thema „Transparenz statt Blindflug: KI mit Plan und rechtskonform einsetzen“: Das Thema bewegt gerade wie kaum ein anderes.

Gemeinsam mit dem Bundesverband Hochschulkommunikation e.V. und Wissenschaft im Dialog haben wir vom Informationsdienst Wissenschaft uns dem verantwortungsvollen und rechtssicheren Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Wissenschaftskommunikation gewidmet – ein hochaktuelles Thema, nicht zuletzt durch die neuen Transparenzpflichten der EU zu KI-generierten Inhalten, die seit dem 2. August in Kraft sind und viele Kommunikationsabteilungen vor neue Fragen stellen.

Die lebhafte Diskussion zeigte: Eine einfache, einheitliche Kennzeichnung von KI-Einsatz ist das noch nicht erreichte Ziel; wir sind alle miteinander auf dem Weg dorthin.

Lunchtalk: Expert:innen aus der Wissenschaft finden

Beim gestrigen gemeinsamen Lunchtalk von Informationsdienst Wissenschaft (idw) und Science Media Center Germany (SMC) ging es um eine zentrale Frage journalistischer Arbeit: Wie finden wir schnell, verlässlich und thematisch passgenau wissenschaftliche Expert:innen? Ich durfte diese erste gemeinsame Online-Veranstaltung moderieren, eine dreistellige Zahl an Medienleuten hatte sich angemeldet.

Zentrale Erkenntnisse:

  • Prominenz ist nicht gleich Expertise: Medienpräsenz und Prominenz führen oft dazu, dass immer dieselben Stimmen als Interviewpartner oder Studiogast gehört werden – nicht zwingend die fachlich besten.
  • Gute Expertise erkennen: Entscheidend sind aktive Forschung, relevante Publikationen und Einbindung in den Fachdiskurs, nicht Bekanntheit.
  • SMC & idw als Recherchehilfe: Beide bieten strukturierte Zugänge zu geprüften Fachleuten und setzen auf wissenschaftliche Qualität. Ihre Angebote sind für Journalist:innen kostenlos (Akkreditierung notwendig).
  • KI als Unterstützung: KI kann Orientierung geben, ersetzt aber nicht die transparente Prüfung von Expertise.

Fazit: Qualitativ hochwertiger Journalismus braucht kuratierte Recherche-Tools und sorgfältige Expertiseprüfung, nicht nur schnelle KI-Prompts. Die Tools erleichtern die Arbeit, doch die Verantwortung für die Auswahl der Expert:innen bleibt bei den Journalist:innen.

Fortbildung: KI in der WissKomm

Künstliche Intelligenz verändert die Welt – die Kommunikation vielleicht noch etwas schneller als viele andere Bereiche. Ich habe gestern eine sehr erkenntnisreiche Fortbildung absolviert und freue mich, das neugewonnene Wissen anwenden zu können.

Online-Workshop: Qualität in der Wissenschaftskommunikation

Schon Tradition hat der Online-Workshop zu Qualitätskriterien von Pressemitteilungen, den wir vom Informationsdienst Wissenschaft zusammen mit der Redaktion von Spektrum der Wissenschaft anbieten. Auch bei der 6. Auflage gestern und heute war nicht nur bei uns Referent:innen die Stimmung gut: Spektrum-Redakteur Dr. Frank Schubert lud zur Schreibwerkstatt ein, sein Kollege, der Wissenschaftsblogger Lars Fischer, stellte Social-Media-Trends vor, meine Kollegin Dr. Svenja Niescken und ich moderierten und unser Kollege Frank Bartecki sorgte für den reibungslosen technischen Ablauf; zur Diskussionsrunde stieß noch Spektrum-Chefredakteur Dr. Daniel Lingenhöhl dazu. Die Teilnehmer:innen arbeiten in den Pressestellen von Hochschulen und anderen Wissenschaftseinrichtungen.

Workshop: ausgebucht

Am 13.-14. März feiert der Informationsdienst Wissenschaft (idw) sein 30-jähriges Bestehen in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften mit einer Arbeitstagung zu den Themen Evaluation, Social Media und multimediale Wissenschaftskommunikation.

Einer der Workshop bietet Input zum Thema Pressemitteilung an: „Pimp my PM – hin zum Multimedia-Paket“. Die Pressemitteilung bleibt ein wichtiges Instrument, um Berichterstattung anzustoßen. Heute genügt aber der reine Text einer Pressemitteilung nicht mehr, um sich in der Konkurrenz um Aufmerksamkeit durchzusetzen. In diesem Workshop sprechen wir darüber, auf welche Weise die Pressemitteilung zum Multimedia-Paket aufgewertet werden kann durch Fotos, Grafiken, Videos, Soundfiles, Verlinkung auf Original-Papers und Kontaktdaten von Fachleuten.

Der Workshop ist ausgebucht und ich habe die Freude, ihn zusammen mit Nicola Kuhrt (table media) und Mike Zeitz (Spektrum der Wissenschaft) zu organisieren.

Praxisworkshop: Reichweite durch Qualität

Ein toller Online-Praxisworkshop geht gerade zu Ende. In Kooperation zwischen Informationsdienst Wissenschaft und der Redaktion von Spektrum der Wissenschaft haben wir zwei Tage lang über „Reichweite durch Qualität“ gesprochen: über Pressemitteilungen, Social Media, Bilder, crossmediales Feintuning, Erfolgskontrolle, Abläufe und Strukturen. Die kollegiale Textkritik war wieder ein Highlight und die Arbeit mit den Teilnehmer:innen aus ganz unterschiedlichen Wissenschafts-Pressestellen ist immer bereichernd.

Wissenswerte in Freiburg

Für den Informationsdienst Wissenschaft als Aussteller auf der WISSENSWERTE 2023 (Stand B06). Vom 25. bis 27. Oktober bringt das Dialogforum in der Messe Freiburg rund 400 Journalist:innen, Wissenschafts- und Wirtschaftskommunikator:innen zusammen. Im Fokus steht der Journalismus in Zeiten von KI. Wir bieten ein „Meet the Experts“ an zum Thema Expertenvermittlung.

Sommer der Seminare

Nächste Woche steigt die zehnte (!) Auflage unseres Praxisworkshops Wissenschaftsnachrichtenvideo, diese Woche sprach ich mit Studierenden des Masterstudiengangs International Public Relations der Universität München über Qualität in Pressemitteilungen, im Juni folgt zum selben Thema ein zweitägiger Online-Workshop für erfahrene Pressesprecher:innen. Ich freue mich sehr über so viel Austausch.